Aktuelle Hitzewellen und Waldbrände!

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Hitzewellen, Waldbrände und ihre Folgen

Nur wenige Wolken am Himmel und strahlender Sonnenschein: Der Sommer in Deutschland überrascht uns mittlerweile mit einer Hitzewelle nach der anderen. Dabei sind Höchstwerte von über 30 °C keine Seltenheit mehr, sodass wir mit Trockenperioden zu kämpfen haben.1

Die mittlere globale Erdoberflächentemperatur steigt immer weiter an. Allein von 18802002 hat sich diese um ganze 0,85 °C erhöht. Und laut Klimamodellen wird die Erdoberflächentemperatur im Vergleich zur vorindustriellen Zeit bis 2100 um weitere 3,74,8 °C steigen, wenn wir keine Klimaschutzmaßnahmen ergreifen.2

Wann sprechen wir von einer Hitzewelle?

Unter einer Hitzewelle verstehen wir „[…] eine mehrtägige Periode mit ungewöhnlich hoher thermischer Belastung.“3 Sprich, einer Belastung für den Körper in Form von Hitze.4 Bei uns treten Hitzewellen meist in Verbindung mit sommerlichen Hochdrucklagen auf und gelten als Extremereignis.3

Neben der tatsächlichen Temperatur sind auch noch andere Faktoren wie StrahlungWind und Luftfeuchte für die Entstehung von Hitzewellen verantwortlich. Der Deutsche Wetterdienst spricht ab einer gefühlten Temperatur von 32 °C von einer starken Wärmebelastung und ab 38 °C von einer extremen Wärmebelastung.3

Was sind die Folgen einer Hitzewelle für uns?

Hitzewellen haben weitreichende Folgen für uns. Davon betroffen sind unter anderem unsere Ökosysteme, unsere Gesundheit und unsere Infrastruktur.3

Wie entstehen die meisten Waldbrände?

Vor allem die Waldbrandgefahr ist bei hohen Temperaturen in Kombination mit längeren Dürreperioden besonders groß. Durch das Ansteigen der Temperaturen erwärmt sich zeitgleich auch unsere Atmosphäre, die jetzt mehr Wasserdampf aufnehmen kann. Das wiederum hat zur Folge, dass die Verdunstung zunimmt und dem Waldboden mehr Nässe entzogen wird.5

Und genau hier beginnt der Teufelskreis: Wenn die sommerliche Trockenheit auf leicht entzündliche Brennstoffe wie Gras, Heide, feines Reisig oder Nadelstreu trifft, können gefährliche Waldbrände entstehen. Durch die anhaltende Trockenheit und geringe Luftfeuchtigkeit werden die Brennstoffe in einem so hohen Maße ausgetrocknet, dass nur ein bisschen Wärme genügt, damit die restliche Feuchtigkeit verdunsten und potenzielles Brandgut entzündet werden kann.6

Folgen einer Hitzewelle für die Wälder

Ist das Feuer erst mal entfacht, werden tonnenweise gespeichertes Kohlendioxid sowie gefährliches Methan freigesetzt. Dadurch wird unser Klima noch mehr aufgeheizt und die Gefahr für weitere Waldbrände erhöht sich drastisch.5

Welche Auswirkungen haben der Klimawandel und daraus resultierende Waldbrände für uns?

Wusstest du, dass insbesondere die Brandrodung tropischer Regenwälder unser Klima erheblich beeinträchtigt und das Risiko für schwere Waldbrände weltweit stark erhöht?

Denn durch das Verbrennen tropischer Regenwälder wird nicht nur eine enorme Menge des in den Bäumen gespeicherten CO₂ freigesetzt, sondern es fallen gleichzeitig auch wichtige Kohlenstoffsenken weg, die als kühlende Klimaanlagen der Erde dienen. Die Folge: Es wird mehr Kohlenstoffdioxid in die Atmosphäre abgegeben und weniger davon gebunden, sodass die globale Erwärmung und Waldbrände zunehmen.7

Und das hat gravierende Auswirkungen auf unsere biologische Artenvielfalt und wertvollen Ökosysteme:8

  1. In Australien wurden durch die Buschbrände 2019/20 zahlreiche Koalas und drei Milliarden Wirbeltiere vertrieben, verletzt oder sind gestorben.9 10
  2. Die Verbreitung von Krankheitserregern erhöht sich.11
  3. Im Amazonas verbrannten Hunderte seltene Jaguare.12

Dein Beitrag gegen den Klimawandel

Um diesem Wahnsinn entgegenzuwirken und den Klimawandel aufzuhalten, ist es wichtiger denn je, Regenwälder aufzuforsten! Allein im Jahr 2021 haben wir 11,1 Millionen Hektar Tropenwald verloren und damit wichtige Kohlenstoffsenken im Kampf gegen den Klimawandel. Die Folgen bekommen wir auch in Europa durch verheerende Brände und lange Dürreperioden zu spüren.13

Nature positive handeln

Wie wir das Feuerrisiko im Regenwald minimieren

Doch keine Panik: Auf unseren Projektflächen halten wir das Feuerrisiko so gering wie möglich, denn bei uns greifen folgende Aspekte zur Risikominimierung:

  1. Tropisches Hartholz kann zwar durch Waldbrände beschädigt werden, aber in den meisten Fällen überleben ausgewachsene Bäume, die Brandschäden erleiden.
  2. Das Generationenkonzept ist mit seinen Schutzzonen und 12 m breiten Feuerschneisen zwischen den Beständen weniger anfällig als offene Felder oder Monokulturen. Unsere Brandschutzpläne zielen darauf ab, den Ausbruch von Bränden durch Präventivmaßnahmen wie Überwachung, Feuerschneisen, Wassertanks auf dem Feld, Ausbildung und aktive Kommunikation mit den Arbeitern und der Gemeinde zu minimieren.
  3. Das Personal vor Ort wird jährlich von den örtlichen Feuerwehrleuten geschult.

Wie wir Hitzewellen durch Aufforstungen entgegenwirken

Wir von The Generation Forest forsten außerdem aktiv und bewusst dort Wälder in Panama auf, wo einst welche standen. Sprich, wir geben der Natur durch den Aufbau unserer Generationenwälder das zurück, was wir ihr genommen haben. Durch diesen „Nature positive“-Ansatz entsteht mit der Zeit ein diverser Wald, der sich wirtschaftlich selbst trägt und dem natürlichen Regenwald ähnlich ist. So können wir dem Klimawandel zusammen entgegenwirken und damit auch Hitzewellen in Europa verhindern. Sei jetzt ein Teil der Lösung und stelle gemeinsam mit uns die Natur sukzessiv wieder her, anstatt nur Schadensbegrenzung zu betreiben.

Werde Mitglied

So verringerst du die Waldbrandgefahr

Nur ca. 4 % aller Waldbrände entstehen durch natürliche Ursachen wie beispielsweise einen Blitzeinschlag. Alle anderen Waldbrände in Deutschland lassen sich entweder auf vorsätzliche Brandrodung oder Brandstiftung bzw. auf Fahrlässigkeit zurückführen.5

Das kannst du konkret dagegen tun:5

  • Hinterlasse keine brennbaren Gegenstände im Wald.
  • Parke dein Auto nicht auf trockenen Wiesen.
  • Wirf keine Zigaretten in den Wald bzw. aus dem Auto.

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