Deutschland hat sein Emissionsziel für 2025 eingehalten. Das klingt nach einer guten Nachricht. Nach aktuellen Berechnungen des Thinktanks Agora Energiewende lagen die Treibhausgasemissionen im vergangenen Jahr bei rund 640 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalenten. Erlaubt gewesen wären 662 Millionen Tonnen. Gegenüber dem Referenzjahr1990 entspricht das einer Reduktion von fast 50 Prozent. Doch dieser Erfolg trügt. Denn er erzählt nur die halbe Wahrheit.
Ein Ziel erreicht – aus den falschen Gründen
Der Rückgang der Emissionen gegenüber 2024 fiel mit rund 1,5 Prozent sehr gering aus. Vor allem aber ist er weniger das Ergebnis konsequenter Klimaschutzpolitik als vielmehr Ausdruck einer schwachen Konjunktur. Produktionsrückgänge in energieintensiven Branchen wie Stahl, Chemie und Automobilbau haben die Emissionen gedrückt – nicht strukturelle Veränderungen in den Problemsektoren Gebäude und Verkehr.
Sobald die Konjunktur wieder anzieht, drohen die Emissionen erneut zu steigen. Gleichzeitig wird immer deutlicher: Der bisherige Ausgleichsmechanismus funktioniert nicht mehr. Jahrelang konnten sinkende Emissionen im Stromsektor – dank des Ausbaus erneuerbarer Energien – die Stagnation in anderen Bereichen kompensieren. Doch dieses Polster schrumpft. Der CO₂-Ausstoß der Stromproduktion ist zuletzt kaum noch gesunken.

Klimaneutralität heißt nicht emissionsfrei
Um das Klimaziel für 2030 zu erreichen, müsste Deutschland seine Emissionen nun jedes Jahr um rund 36 Millionen Tonnen senken – etwa viermal so viel wie 2025. Ohne einen echten Durchbruch bei Gebäuden und Verkehr ist das kaum zu schaffen.
Noch grundsätzlicher wird die Lage mit Blick auf das Ziel der Klimaneutralität 2045. Denn „Netto-Null“ bedeutet nicht, dass Deutschland dann kein CO₂ mehr ausstößt. Auch in einer nachhaltigen Gesellschaft bleiben sogenannte Restemissionen – etwa aus Industrieprozessen, Landwirtschaft oder Bauwesen. Das Forschungsprojekt CDR terra rechnet allerdings mit rund 130 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalenten.
Ein zentraler Grund dafür ist der Zustand unserer Ökosysteme. Die deutschen Wälder, lange Zeit eine verlässliche CO₂-Senke, sind durch Dürre, Hitze und Schädlingsbefall vielerorts selbst zur Emissionsquelle geworden. Seit 2018 stößt der Sektor Landnutzung jährlich rund 70 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalente mehr aus, als er bindet.
Ohne CO₂-Entnahme keine Netto-Null
Die Konsequenz ist klar: Klimaneutralität lässt sich nicht allein durch Emissionsminderung erreichen.Zusätzlich muss der Atmosphäre aktiv CO₂ entzogen werden – in großem Maßstab. Die Wissenschaft setzt dabei auf ein ganzes Portfolio von Methoden – von der Wiedervernässung von Mooren über technische Verfahren bis hin zur Abscheidung von CO₂ aus Industrieprozessen. Doch ein Ergebnis zieht sich wie ein roter Faden durch die Analysen: Natürliche Senken spielen eine Schlüsselrolle.
Aufforstung, Waldumbau und Agroforstsysteme gehören zu den wirksamsten, sichersten und zugleich kosteneffizientesten Methoden der CO₂-Entnahme. Doch gerade der Blick auf deutsche Wälder zeigt: Ihre Senkenleistung ist heute unsicher. Klimastress, lange Wachstumszyklen und Flächenkonkurrenzen begrenzen ihr Potenzial.
Umso wichtiger ist es, Aufforstung global zu denken – dort, wo Wälder besonders schnell wachsen und dauerhaft stabil bleiben können. Tropische Wälder binden CO₂ deutlich effizienter als Wälder in gemäßigten Breiten. Durch ganzjähriges Wachstum, hohe Biomasseproduktion und stabile klimatische Bedingungen können sie über Jahrzehnte hinweg große Mengen Kohlenstoff speichern.
Generationenwälder in Panama: langfristige CO₂-Senken mit Mehrwert
Genau hier setzen die Generationenwälder von The Generation Forest in Panama an. Auf degradierten Flächen entstehen artenreiche Dauerwälder, die konsequent auf langfristige CO₂-Speicherung, Biodiversität und Resilienz ausgelegt sind. Anders als kurzfristige Aufforstungsprojekte werden diese Wälder nicht nach wenigen Jahrzehnten geerntet, sondern dauerhaft erhalten.

Verantwortung übernehmen – auch als Unternehmen
Unternehmen spielen auf dem Weg zur Klimaneutralität eine entscheidende Rolle: Ihr Hebel zur CO₂-Reduktion ist immens. Für Unternehmen bedeutet das: Ambitionierter Klimaschutz endet nicht bei der Reduktion eigener Emissionen, so wichtig diese auch ist. Viele Emissionen lassen sich kurzfristig nicht vollständig vermeiden. Genau hier können hochwertige, langfristig gesicherte CO₂-Senken eine sinnvolle Ergänzung sein.
Mit The Generation Forest können Unternehmen Emissionen reduzieren und ausgleichen, indem sie sich an der Aufforstung und dem dauerhaften Erhalt von Generationenwäldern beteiligen. Ein Beitrag zu realem, überprüfbarem Klimaschutz – gekoppelt mit Biodiversität, sozialer Verantwortung und langfristigem Denken.
Das „Aber“ ernst nehmen
Dass Deutschland sein Emissionsziel für 2025 erreicht hat, ist kein Grund zur Entwarnung. Im Gegenteil: Die Zahlen zeigen, wie dringend ein Kurswechsel nötig ist. Emissionsminderung muss schneller, konsequenter und struktureller werden. Gleichzeitig braucht es den massiven Aufbau neuer, verlässlicher CO₂-Senken.
Aufforstung ist dabei ein zentraler Baustein für echte Klimaneutralität. Und sie funktioniert am besten dort, wo Wälder langfristig wachsen, stabil bleiben und geschützt werden können – wie in den Generationenwäldern in Panama.
Jetzt Wald schaffen und Emissionen kompensieren