Klimapositivität & Klimaneutralität: Spare CO₂ im Alltag ein!

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Eine Frau fährt Fahrrad

Schon gewusst: In Deutschland verbrauchen wir pro Kopf rund 11,17 t CO₂ im Jahr[1] – und das trotz politischer Maßnahmen, die den Klimawandel aufhalten sollen.[2] Besonders alarmierend ist, dass der Anstieg der CO₂-Treibhausgase seit Beginn der Industrialisierung um gut 44 % gestiegen ist.

Mittlerweile liegt die globale Kohlendioxid-Konzentration trotz Corona und des weltweiten Lockdowns bei 414.7 ppm – sprich: „einem Molekül Kohlendioxid pro einer Million Moleküle trockener Luft“. Zum Vergleich: Vor der Industrialisierung lag dieser Wert bei 280 ppm.[3]

Wir sind deshalb dringend dazu aufgerufen, unseren Alltag umzugestalten, um positiv auf unser Klima einzuwirken.

Was versteht man unter „klimaneutral“?

Klimaneutral – dieser Begriff ist in unserem Alltag kaum noch wegzudenken, sodass immer mehr große Konzerne, Banken, Dienstleister und kleine Privatfirmen mit diesem Wort werben.[4,5]

Doch wie genau wird Klimaneutralität definiert?

Von Klimaneutralität spricht man, wenn das produzierte Kohlenstoffdioxid, das wir in die Atmosphäre abgeben, durch Kohlenstoffsenken wieder aufgenommen werden kann. Damit wir dieses Ziel erreichen, müssen alle globalen Treibhausgasemissionen durch Kohlenstoffbindung kompensiert werden.[6]

Das bedeutet im Klartext: Ein Produkt oder eine Dienstleistung, welche klimaneutral sind, beeinflussen unser Klima weder positiv noch negativ.[5] Es wird im Grunde einfach „nachträglich“ kompensiert, da wir für die Herstellung von Produkten und Dienstleistungen Rohstoffe abbauen, Energie und Wasser verbrauchen und für den Transport das Flugzeug oder den Lkw nutzen.[7]

Wie viel CO₂ kannst du durch klimaneutrales Handeln einsparen?

Klimaneutralität und Klimapositivität

Je nach Lebensstil kann der individuelle CO₂-Fußabdruck eines jeden Einzelnen von uns unterschiedlich ausfallen. Gerade in den Bereichen MobilitätWohnen und Ernährung verbrauchen wir am meisten CO₂. 19 % der durchschnittlichen Treibhausemissionen verbrauchen wir im Bereich der Mobilität24 % werden beim Heizen und für Strom verbraucht (Wohnen) und 15 % entstehen durch unsere Ernährungsweise.[8] Wie kannst du dich also klimaneutraler fortbewegen, klimaneutraler wohnen und klimaneutraler ernähren? [8,9,10]

1. Mobilität
  • Versuche, möglichst wenig Kurz- und Mittelstrecken zu fliegen, und steige stattdessen auf umweltfreundlichere Verkehrsmittel um (CO₂-Einsparung von 3560 kg pro Person im Jahr).
  • Fahre mit deinem Fahrrad zur Arbeit und lasse das Auto mal stehen (CO₂-Einsparung von 470 kg pro Person im Jahr).
  • Nutze öffentliche Verkehrsmittel.
  • Gehe kurze Wege zu Fuß.
2. Wohnen
  • Achte in deiner Wohnung/deinem Haus auf einen guten Dämmstandard, um möglichst wenig Heizenergie zu verbrauchen.
  • Heize mit Biogas (CO₂-Einsparung von 1500 kg pro Person im Jahr).
  • Stelle die Temperatur in der Nacht auf 16 Grad herunter.
  • Entlüfte deinen Heizkörper regelmäßig.
  • Wechsle zu Ökostrom aus regenerativen Energiequellen (CO₂-Einsparung von 590 kg pro Person im Jahr).
  • Installiere dir eine eigene Solaranlage.
  • Spare Wasser, indem du deine Waschmaschine/Spülmaschine immer erst anmachst, wenn sie voll ist.
  • Trockne deine Wäsche am besten an der frischen Luft, anstatt den Trockner zu benutzen.
3. Ernährung
  • Reduziere den Verzehr tierischer Lebensmittel wie Käse, Fleisch oder Butter. Bereits ein Kilogramm verursacht bis zu 30 kg CO₂. Im Vergleich: Für Obst und Gemüse wird weniger als 1 kg CO₂ verbraucht (CO₂-Einsparung von 470–1010 kg pro Person im Jahr).
  • Iss das, was gerade Saison hat und aus deiner Region kommt. So kannst du unnötige Transportkilometer für dein Essen vermeiden.
  • Verarbeite Essensreste weiter zu feinen Gemüsefonds.

Was bedeutet „klimapositiv“?

Klimaneutral ist gut, klimapositiv ist besser!

Auch wenn wir mit klimaneutralem Handeln unserer Umwelt keinen zusätzlichen Schaden zufügen, reicht das allein nicht aus, um den Klimawandel zu stoppen. Denn die Kohlendioxidwerte in der Luft sind in den vergangenen 200 Jahren kontinuierlich gestiegen.[11] Deshalb muss ein neuer Ansatz her: Klimapositivität! Das heißt: Es werden mehr CO₂-Emissionen kompensiert, als verursacht werden. Diese Überkompensation hat positive Auswirkungen auf das Klima.[12]

Spare nicht nur im Alltag, sondern setze einen drauf!

Durch klimapositives Handeln gleichen wir nicht nur CO₂ aus, sondern sparen langfristig CO₂ ein.[11] Wir von The Generation Forest folgen genau diesem „Nature-positive“-Ansatz! Als starke Genossenschaft können wir bereits mit einem kleinen Beitrag Großes leisten, indem wir langfristige, naturnahe Regenwälder aufforsten. So tragen wir aktiv zur Erholung der Natur bei und kompensieren nicht einfach nur. Bereits jeder einzelne Hektar unserer Generationenwälder entzieht der Atmosphäre jährlich ganze 20 Tonnen CO₂. Sei auch du ein Teil der Lösung und kompensiere bereits mit 610 Waldanteilen mehr, als du verursachst!

Werde nature positive!
Der Regenwald

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