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Ein Baum ist noch kein Wald

15.12.2020 | Lara Keuthen

Ein Baum ist noch kein Wald – warum wir nur ein Teil der Lösung sein können

Zusammen sind wir stark. So abgedroschen das klingt, so relevant ist es im Kampf gegen den Klimawandel. Warum wir die Welt alleine nicht verändern können und welche Organisationen und Marken ebenfalls ihre Teile zur globalen Klima-Lösung beitragen. Von der Seife bis zum Artenschutzprojekt über das genossenschaftliche Verlagshaus.

Bäume sind faszinierende Lebewesen. Genau genommen die ältesten der Welt. Über Millionen von Jahren besiedeln sie bereits unsere Erde. Unseren grünen Planeten. Ein Baum allein ist lebensfähig. Er verwandelt Sonnenlicht in Glucose. Säubert Trinkwasser und speichert CO2. Aber ein Baum alleine ist noch kein Wald, geschweige denn ein klimarelevantes Ökosystem. Für einen Wald braucht es viele Bäume mit ganz unterschiedlichen Eigenschaften. Manche spenden in der prallen Sommerhitze am meisten Schatten. Andere speichern besonders viel Wasser, und wieder welche schenken durch ihre festen tiefen Wurzeln einen sicheren Halt. Bäume am Rande der Wälder wachsen geschlossener, Jungbäume suchen sich ihren Platz in den lichten Flächen unterhalb ihrer Elternbäume. Alle haben eine relevante Funktion und gemeinsam tragen sie zu einem gesunden Ökosystem Wald bei.

Slow Finance mit unserem Generationenwald – ein Teil der Lösung

ein baum ist noch kein wald
Ein Baum ist noch kein Wald

Die Menschheit steht vor der größten und komplexesten Herausforderung ihrer Zeit: Dem Klimawandel. Wir haben unsere Genossenschaft für Klima- und Umweltschutz ins Leben gerufen, um dieser Herausforderung entgegenzuwirken. Lösungsorientiert. Mit unserem naturnahen Generationenwald in Panama fördern wir nicht nur die natürliche Resilienz des Ökosystems Regenwald. Wir bauen zudem faire Arbeitsplätze mit Sozialversicherungen auf, schützen Boden, die Artenvielfalt und unser Trinkwasser. The Generation Forest trägt durch unsere Aufforstungsprojekte aktiv zum Klimaschutz bei – absorbieren und speichern unsere Wälder doch rund 14 Tonnen CO2 pro Hektar. Das ist grandios! Und gleichzeitig wissen wir, dass wir nur ein Teil der Lösung sein können.

Stück für Stück: Menschen, Marken und Organisationen, die inspirierend die Lösung mit uns gestalten

Wir haben mit unserem Generationenwald bereits 223 Hektar Regenwald schützen und neu bewalden können. Über 1140 Mitglieder helfen uns dabei. Und wir wachsen. Konstant und kontinuierlich, fest verwurzelt in Richtung grüne Zukunft. Doch mit unseren Wäldern allein bekämpfen wir den Klimawandel nicht. Wie ein globales Puzzle braucht es viele, einzelne Teile, die sich gemeinsam zu einem großen Ganzen zusammenfügen: Eine Lösung für den Klimawandel.

Wir teilen heute sechs Marken und Organisationen, die einen wichtigen und wertvollen Beitrag zu einer nachhaltigeren Welt leisten:

Dr. Bronner’s – die soziale Seifenmanufaktur

Konventionelle Kosmetik wird nicht nur häufig an Tieren getestet, sie enthält auch oft auf Erdöl basierende Inhaltsstoffe, manchmal sogar Mikroplastik und weitere chemische Substanzen. All das landet in unserem Grundwasser und schadet der nicht nur uns, sondern auch der Umwelt. Das 1948 gegründete Label Dr. Bronner’s aus Kalifornien bietet mit ihren „18 in 1“ Seifen eine nachhaltige Alternative: Die biozertifizierten Naturseifen und Naturkosmetikprodukte bestehen aus fair gehandelten Rohstoffen. Getreu dem Motto „People over Profit“ lässt Dr. Bronner’s immer 1/3 ihrer Gewinne in wohltätige und soziale Projekte fließen. Mit dem restlichen Gewinn fördert Dr. Bronner’s den Ausbau ihrer 10 Fair-Trade Anbauprojekte. Mitarbeiter:innen in den Führungsebenen sind verpflichtet, maximal ein 5 x höheres Gehalt als das niedrigste ausgezahlte Gehalt in der Firma zu beziehen. Zudem gibt es keine Eigentümer oder Aktionäre, an die Gewinne ausgezahlt wird. Bis 2025 möchte Dr. Bronner’s durch diverse Klima-Projekte C02-negativ sein.

Nepada Wildlife – Artenschutz als Klimaschutz

Der Hamburger Verein unter Leitung von Tierärztin Hannah Emde setzt sich für den Artenschutz ein, vor allem im Regenwald. Hannah sensibilisiert Menschen dafür, dass Artenschutz wichtiger als Tierschutz und wie relevant eine gesunde Biodiversität für unser Klima ist. Bei Artenschutz geht es um wilde Arten. Und im Zuge dessen auch um ihren Lebensraum, das Verhalten in diesem und das Wechselspiel zwischen Umwelt und Tier. Artenschutz ist deshalb auch immer gleich Boden-, Klima- und Lebensraumschutz. Seinem Namen verdankt Nepada Wildlife übrigens dem Nebelpader – eine Großkatze aus Südostasien. Hannah studierte die Tiere vor Ort und untersuchte, wie sich ihr Verhalten im eingeschränkten Lebensraum rund um die Palmöl-Plantagen entwickelte. Neben der Arbeit vor Ort ist Hannah regelmäßig an Schulen unterwegs, um Kinder und Jugendliche über Artenschutz aufzuklären.

Wer ist „The Generation Forest“?

Unsere Generationenwälder sind naturnahe Regenwälder die für immer bleiben. Durch nachhaltige Forstwirtschaft, zu fairen Bedingungen vor Ort, erwirtschaften wir eine grüne Dividende für unsere Mitglieder und setzen uns aktiv gegen den Klimawandel ein.

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The nu company – nachhaltig naschen

Wir Deutschen essen durchschnittlich 90 Gramm Zucker pro Tag. Von der WHO empfohlen sind allerdings nur 40 Gramm. Das deutsche Start-Up the nu company hat einen Schokoriegel entwickelt, der mit Kokosblütenzucker gesüßt wird und somit 65 % weniger Zucker enthält. Das junge Unternehmen pflanzt nicht nur pro verkauftem Riegel einen Baum und verpackt alle Leckereien plastikfrei. Sie gehören auch zu den wenigen deutschen Start-Ups, die von grünen Business-Angels finanziert werden. Oft werden nachhaltige Unternehmen nämlich von Konzernen geschluckt – der Gewinn der Marken unterfüttert dann weiter ein globales System, das nur auf Wachstum und Effizienz ausgelegt ist. Mit the nu company können wir nicht nur mit gutem Gewissen naschen, wir unterstützen auch einen wichtigen Schritt in Richtung Green Economy.

Santa Lupita – Fair Fashion meets Kunsthandwerk

Genau wie The Forest Generation die Menschen vor Ort unterstützt und ihnen ein selbstbestimmtes Leben mit einem fairen Lohn ermöglicht, so tut es auch das mexikanisch-deutsche Label Santa Lupita. Von den Schulfreunden Tanya und Jorge 2014 gegründet, kreiert die Fair Fashion Marke nicht nur wunderschöne Kleider, Blusen, Tops und Hemden. Sie helfen auch dabei, ein altes, traditionelles Kunsthandwerk weiter am Leben zu erhalten. Einmal im Jahr reisen sie nach Mexiko, um mit den Frauen, die ihre Kleidung per Hand weben und besticken, die Kollektion zu besprechen. Die Kunsthandwerkerinnen arbeiten dabei in Laufe des Jahres komplett unabhängig von Zuhause aus und bleiben so aktiver Teil ihrer Communities.

Fattoria La Vialla – so wichtig ist nachhaltige Landwirtschaft

1978 kaufte die Familie Lo Franco eine brachliegende Länderei in der Toskana. Heute gehört die preisgekrönte Fattoria La Vialla zu den größten, nach biodynamischen Standards bewirtschafteten Flächen Europas. Warum das wichtig ist? Die konventionelle Landwirtschaft rodet Wälder und legt Moore trocken. Böden werden jegliche Nährstoffe entzogen und das Trinkwasser verschmutzt. Je mehr landwirtschaftliche Höfe nach naturnahen und biodynamischen Prinzipien wirtschaften, umso besser ist das für unser Klima. Denn ökologische Höfe arbeiten im Einklang mit der Natur, nicht gegen sie. Die Fattoria La Vialla bietet ihre Produkte zudem in Direktvertrieb von ihrem Hof aus an und verkauft ihre köstlichen, italienischen Spezialitäten wie Bio-Weine, handgemachte Pasta & Co. in größeren Gebinden an, sodass sich der Versand immer lohnt.

taz – genossenschaftliches Verlagshaus für unabhängigen Journalismus

Die taz ist das einzige solidarische und genossenschaftliche Verlagshaus Deutschlands und Vorreiter in Europa. Für unabhängigen Journalismus finanzieren sie sich über freiwillige Beiträge, regelmäßige Abonnements und Menschen, die in Genossenschaftsanteile investieren. Die taz hat heute viele statt nur eine:n Verlagsbesitzer:in – was beweist, dass es einen anderen Weg gibt, als sich von großen Investoren abhängig zu machen. Heute zählen über 24.000 Unterstützer:innen zur taz-Genossenschaft. Gemeinsam sorgen sie dafür, dass wir weiter unabhängigen Journalismus genießen können.

Im Großen wie im Kleinen! Wir alle können etwas tun

Viele Impulse, alle mit dem gleichen Ziel: Unsere Welt zu einem grüneren, nachhaltigeren Ort machen. Die Erde schützen und bewusst mit ihren Ressourcen umgehen. Das kannst du ebenso tun. Im kleinen, Stück für Stück. Denn wir alle sind Teil der Lösung: Zu Fuß gehen, die Wäsche an der Luft trocknen lassen, klimafreundliche Politik wählen, sich in der Nachbarschaft einsetzen, den Wald besuchen anstatt den nächsten Film zu streamen oder regional und saisonal auf dem Markt einkaufen. Dir fallen sicherlich noch viele, weitere klimawichtige Entscheidungen ein, kleine wie große. Vielleicht nimmst du dir nach diesem Artikel in den kommenden Tagen vor, eine weitere Sache in deinem Leben zum Nachhaltigen zu verbessern.

Und ein wertvoller Weihnachtsgeschenk-Tipp zum Abschluss: Warum in diesem besonderen Jahr nicht für die Familie in den Generationenwald investieren, anstatt das x-te Geschenk ohne Sinn zu überreichen?


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Informiere dich mit unserer kostenlosen Broschüre über unsere Genossenschaft, unsere Ziele und unsere Arbeit vor Ort. Unsere Aufforstungen mit dem Generationenwald bringen viele Vorteile mit sich.

Jeder Anteil entspricht 500m² Generationenwald und ...

  • kompensiert 0,7 Tonnen CO2 pro Jahr
  • schützt 500m² neuen Lebensraum für Tiere
  • schafft langfristige Arbeitsplätze durch nachhaltige Bewirtschaftung
  • erwirtschaftet eine langfristige, grüne Rendite
  • ist erhältlich ab 1369€ - Raten ab 25€ / Monat möglich
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