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Corona und der Klimawandel

22.09.2020 | Anna

Corona und der Klimawandel

Klare Flüsse in Venedig, weniger Smog in den Großstädten, eine beruhigte Natur während der Coronakrise. Aber ist das ein Grund zum Feiern? Geringere CO₂-Emissionen sind gut für das Klima. Allerdings wird es langfristig keinen nennenswerten Einfluss auf das weltweite CO₂-Niveau haben. Die globale Erderwärmung kann dadurch nicht gestoppt werden. 

Die Klimakrise ist durch die Corona Pandemie nicht verschoben

Um Auswege aus der, durch den Coronavirus, entstandenen Wirtschaftskrise zu suchen, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Regierungen ihre Umweltstandards lockern werden. Diesen Effekt kann man bereits in China sehen. Doch diese Maßnahmen, die so schnell wie möglich die Wirtschaft ankurbeln sollen ohne langfristig an die Folgen für die Umwelt zu denken, werden einen Rattenschwanz nach sich ziehen. Denn die Klimakrise ist da und hat einen größeren Einfluss auf die Menschen und unsere Gesundheit als wir bis dato spüren.

Es heißt Klimaschutz und Prosperität miteinander zu verbinden, um resiliente Wirtschaftssysteme aufzubauen. Die Coronakrise sollte als Chance genutzt werden, klimaverträgliche und nachhaltige Wirtschaftsstrukturen zu fördern. Der Umgang mit der Natur und das Eingreifen in Ökosysteme müssen sich ändern, um ein Gleichgewicht zwischen Mensch und Umwelt herzustellen.

Wir müssen aus Fehlern der Finanzkrise von 2008 lernen

Betrachtet man die Maßnahmen der Wirtschaftskrise 2008 sollte man meinen, dass die Regierungen aus ihren Fehlern gelernt hätten. Damals wurde nicht nach systemischen Alternativen zu den laufenden Wirtschaftsstrukturen gesucht. Vielmehr wurde der Brand nur halbherzig gelöscht. Die tiefer liegenden Ursachen der Krise wurden erkannt, aber nicht neu gedacht.

Heute gibt es bereits alternative Fahrpläne wie die europäische Green New Deal-Initiative oder den US-amerikanischen Green New Deal, die Lösungsansätze aufzeigen wie innerhalb planetarischer Grenzen gewirtschaftet werden kann.

Wir müssen als Gemeinschaft eine alternative Strategie für unsere Umwelt einfordern. Ansonsten droht uns der selbe Teufelskreis wie 2008: die Umweltstandards werden zugunsten der Wirtschaft gelockert, um so weiter zu machen wie bisher. Wir haben jetzt die einzigartige Möglichkeit unsere Wirtschaft wieder in Gang zu bringen und zeitgleich nachhaltiger zu machen. Wir sind davon überzeugt, dass jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen ist um diese Chance zu nutzen.

Die Coronakrise darf den Klimawandel nicht überschatten

Wir dürfen durch die akute Coronakrise die  langfristigen Folgen des Klimawandels nicht aus den Augen verlieren. Die Pandemie und der Umweltnotstand sollten gleichzeitig angegangen werden. 

Der Coronavirus betrifft jeden Einzelne direkt. Sei es durch Krankheit, Kurzarbeit oder das Bangen, um die geschäftliche Existenz. Diese Krise ist somit viel greifbarer als die komplexen Ausmaße des Klimawandels. Zukünftig liegt es nicht nur an uns, sondern besonders an der Politik den Bürgern die Komplexität der Klimakrise näherzubringen. Konkrete Maßnahmen müssen beschlossen werden, um die Dringlichkeit zum Handeln zu verdeutlichen. Klimaforscher sollten demnach genauso ernst genommen und miteinbezogen werden wie die Virologen während der Corona-Pandemie. Erst dann kann ein es gelingen  unser Wirtschaftssystem mit den akuten Krisenhilfen nachhaltig zu transformieren. 

Die Stabilisierungsfonds sollten genutzt werden, um folgende Maßnahmen umzusetzen: 

Der Coronavirus zeigt, dass es einen kausalen Zusammenhang zwischen der Einwirkung des Menschen auf seine Umwelt, der Atmosphäre und der Gesundheit unseres Planeten gibt.

Dieser Erkenntnis zufolge wäre es fatal die Umweltstandards zugunsten einer kurzfristigen Förderung der Wirtschaft zu lockern, ebenso sind die langfristigen Folgen für den Menschen und die Umwelt nicht absehbar.

Es muss ein ganzheitliches, globales Umdenken stattfinden. Weg vom Streben nach maximalem Wachstum, hin zu einer gemeinwohlorientierten Wirtschaft. Doch um dies zu schaffen und eine zukunfts- und widerstandsfähige Wirtschaft aufzubauen, bedarf es der Hilfe vom Staat. Ohne Eingreifen des Staates in die gewohnten Muster des Wirtschaftens, werden nur wenige Unternehmen umdenken, ohne das daraus eine systemische Veränderung zwischen Mensch und Natur zu Grunde liegt.

Wer ist „The Generation Forest“?

Unsere Generationenwälder sind naturnahe Regenwälder die für immer bleiben. Durch nachhaltige Forstwirtschaft, zu fairen Bedingungen vor Ort, erwirtschaften wir eine grüne Dividende für unsere Mitglieder und setzen uns aktiv gegen den Klimawandel ein.

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Die Corona Pandemie zeigt bereits, dass die Gesellschaft in Krisensituationen näher zusammengerückt ist, sich solidarisch miteinander vernetzt hat und sich gegenseitig unterstützt. Doch um dieses Verhalten dauerhaft, auch nach dem Coronavirus, für die Klimakrise beizubehalten, müssen wir jetzt kritisch reflektieren wie wir als Gemeinschaft auf die Finanzkrise reagiert haben und aus den Fehlern der Vergangenheit lernen. 

Wie können wir es schaffen die Krisenhilfe und die Förderung einer nachhaltigen Wirtschaft effektiv zusammenbringen?


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