Nachhaltige Geldanlage und Impact

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Ein grünes Sparschwein

Seit es bei den klassischen Sparprodukten der Banken keine Zinsen mehr auf das gesparte Geld gibt, führt kein Weg mehr am Investieren vorbei. Auch nachhaltige Fonds und ETFs werden mittlerweile zuhauf angeboten. In diesem Artikel geht es darum, was du beim Investieren beachten solltest und wie du dabei auch Nachhaltigkeit und deine Werte berücksichtigen kannst.

Worauf muss ich beim Investieren achten?

Hast du schon mal vom „magischen Dreieck der Geldanlage“ gehört? Dieses Dreieck stellt das Spannungsfeld zwischen drei für die Geldanlage essenziellen Parametern dar: RenditeSicherheit und Liquidität (Verfügbarkeit).

Die schlechte Nachricht zuerst: Du kannst nicht alles haben – zumindest nicht gleichzeitig bei einem einzelnen Investment. Willst du mehr Rendite, musst du tendenziell mehr Risiko eingehen (weniger Sicherheit) oder dich etwas längerfristiger an das Investment binden (weniger Liquidität).

Die gute Nachricht: Nichts hindert dich daran, in viele verschiedene Anlagen zu investieren, sodass du in jeder Situation all deine Bedürfnisse nach diesen drei Parametern gestillt hast! Einen Teil hast du frei verfügbar und sehr sicher – dafür eben keine Rendite. Für langfristige Sparziele wie deine Alters­vorsorge kannst du auch problemlos darauf verzichten, dass du jeden Tag an dein Geld rankommen könntest, und dir dafür Rendite sichern, sodass sich dein angespartes Geld von selbst vermehrt.

Das magische Dreieck der Geldanlage: Rendite, Liquidität, Sicherheit

Wirkungsvoll investieren – wie geht das?

Doch wie bewirkt eine nachhaltige Geldanlage tatsächlich etwas in der Realwirtschaft? Denn nach der Greenwashing-Problematik folgt auch das Thema Impact-Washing. Die Unterteilung zwischen wirkungskompatiblem und wirkungsorientiertem Investieren hilft hier zu unterscheiden. Bei Ersterem investiert man nur in Unternehmen, deren wirtschaftliche Aktivität mit den 17 Sustainable Development Goals der United Nations vereinbar sind – der Fokus liegt also auf dem Impact der Unternehmen.

Beim wirkungsorientierten Investieren dagegen stellt man den Anspruch, mit der Investition wirklich einen idealerweise messbaren Impact zu erzielen. Mit jedem Euro Investment mehr soll mehr CO₂ eingespart, mehr Biodiversität sichergestellt oder mehr Menschen aus der Armut gehoben werden. Hier kann man also von einem echten Impact der Investierenden sprechen.

Wie du wirklichen Impact mit deinem Investment leistest, kannst du dir in unserer gemeinsamen Podcastfolge mit Finance4Future anhören.

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Nachhaltigkeit im magischen Dreieck

Zurück zum magischen Dreieck bzw. Viereck der Geldanlage, wenn man auch Nachhaltigkeit oder Impact als Parameter einbezieht, auch wenn das nicht ganz so plakativ in das Konzept eines Spannungs­feldes hineinpasst. Die wichtigsten Take-aways jedoch sind:

  1. Berücksichtigt man Nachhaltigkeit bei der Geldanlage, wird die Chance auf Rendite nicht signifikant gesenkt.[1]
  2. Man schließt sogar gewisse Risiken bei seinem Investment aus, denn nicht nachhaltige Unternehmen wie z. B. Kohlekrafterzeuger sind den sogenannten „Nachhaltigkeits-Risiken“ ausgesetzt, die sich aus dem Übergang zu einer CO₂-armen Wirtschaft ergeben.[2]
  3. Will man mit seinem Investment eine tatsächliche nachhaltige Wirkung erzeugen, muss man meist insbesondere auf kurzfristige Liquidität verzichten.

Der zusätzliche Vorteil von Impact Investing

Echte wirkungsorientierte Impact Investments bieten darüber hinaus auch eine ganz besondere Chance: Da sie meist in völlig anderen Anlageklassen stattfinden als klassische Investments in Aktienfonds, bieten sie ein riesiges zusätzliches Diversifikationspotential. Was das heißt?

Schauen wir zurück auf die Ecke Sicherheit im magischen Dreieck: „Sichere“ Geldanlagen, die einem garantieren, in jedem Fall zumindest die eingezahlten Beiträge zurückzubekommen, sind für lang­fristige Sparziele wie die Altersvorsorge zum Beispiel ein absoluter Fehlgriff. Leider wissen aber viele Finanzberater:innen, dass sich diese besonders gut verkaufen lassen. 

Zum Glück gibt es ein „magisches Allheilmittel“ gegen Risiko (zumindest, um es gut zu managen): Diversifikation – zu Deutsch: Streuung. Wenn du über Investmentfonds oder ETFs gleichzeitig in 1000 Unternehmen auf dem Aktien­markt investiert bist, stört dich auch ein Skandal wie die plötzliche Totalpleite von Wirecard 2020 nicht. Wenn du gleichzeitig noch in Mikrofinanz oder Sachwerte wie erneuerbare Energieanlagen oder eben nachhaltige Waldbewirtschaftung mit The Generation Forest investierst, interessiert dich auch ein Kursrutsch an der Börse weniger.

Impact Investment durch naturnahe Forstwirtschaft

Besonders deutlich wird dieser stabilisierende Effekt beim Waldinvestment. Bäume wachsen ganz unabhängig vom Aktienmarkt und sind dabei eins der besten Mittel im Kampf gegen den Klima­wandel. Entnimmt man selektiv Bäume im Rahmen einer Bewirtschaftung, kann mit dem Erlös durch den Holzverkauf eben auch eine attraktive Rendite sichergestellt werden. Geschieht die Bewirtschaftung dann auch noch naturnah statt in Form von Plantagen, werden heimische Öko­systeme gestärkt und auch die lokale Biodiversität gefördert.

Nachhaltige Edelhölzer

Tropenhölzer bieten den Vorteil, dass sie schneller wachsen und CO2 binden, bessere Preise auf dem Holzmarkt erzielen und günstiger in der Aufforstung sind verglichen zu Wäldern in Deutschland. Als Beispiel für ein effektives Impact Investment in Wald forstet Futuro Forestal (Forstpartner von The Generation Forest) seit über 25 Jahren die tropischen Wälder Panamas wieder auf – ein Land, in dem ein Großteil aller ursprünglichen Regenwälder dem Anbau von Tiernahrungssoja und der Viehzucht zum Opfer gefallen sind.

Waldbewirtschaftung unter ökologischen Bedingungen

Genossenschaftliches Wirtschaften

The Generation Forest ist als Genossenschaft organisiert. Du kannst also investieren, indem du dir einen Genossenschaftsanteil kaufst, ähnlich wie es dir zum Beispiel bei den Volksbank­en angeboten wird. Damit kommst du in den Besitz von 500 m² Land, das für alle Genossenschaftsmitglieder zentralisiert verwaltet und bewirtschaftet wird. Das wichtigste Kriterium bei Beteiligungen an Genossen­schaften, nämlich, dass eine Nachschusspflicht ausgeschlossen ist, ist bei The Generation Forest erfüllt, sodass du nicht stellvertretend für die Belange der Genossenschaft haftbar gemacht werden kannst. Nichtsdestotrotz darf auch hier der rechtliche Hinweis nicht fehlen, dass der Verlust des eingesetzten Kapitals niemals ganz ausgeschlossen werden kann, und dass dieser Artikel ohnehin nicht als Anlageberatung zu verstehen ist. Hast du allerdings deine finanziellen Basics bereits erledigt – also Rücklagen gebildet, mit deiner Altersvorsorge angefangen und dich mit dem Thema Absicherung auseinandergesetzt – steht dem nächsten Schritt auf deiner Reise als Investor:in nichts mehr im Wege: den zur/zum Impact Investor:in!

Werde Teil unserer Genossenschaft

Du möchtest mit Geld etwas Gutes bewirken und eine Balance zwischen Mensch, Umwelt und Rendite schaffen? Dann informiere dich jetzt genauer über unsere grüne Geldanlage, die Klimaschutz, den Erhalt der Artenvielfalt und die Schaffung von Arbeitsplätzen ermöglicht.

Jetzt mit nachhaltigem Impact investieren

Fazit: Nachhaltige Geldanlagen

Wenn du als Investor:in dein Kapital im Rahmen einer Geldanlage zur Verfügung stellen möchtest, finanzierst du damit die wirtschaftliche Aktivität von Unternehmen. Da stellt sich dir als nachhaltig denkender Investoren natürlich schnell die Frage, welche Art von Wirtschaft du denn unterstützen willst.

Schon vor über hundert Jahren fingen die ersten Investoren an, ethische Grundsätze auch bei ihrer Geldanlage umzusetzen. Und gerade heute ist dieses Thema aktuell wie nie. Sogar die Europäische Union greift mit ihrer in diesem Jahr verabschiedeten Taxonomie massiv in die Kapitalmärkte ein, weil sie erkannt hat, wie wichtig es ist, jetzt Kapital für die Transformation hin zu einer kreislauffähigen Wirtschaft zu mobilisieren. Natürlich passiert auch viel von Seiten der Finanzprodukt-Anbieter, denn damit lässt sich ja Geld verdienen. Und so folgt ein Greenwashing-Skandal auf den nächsten.[3] Eine Anleitung, wie du das vermeiden und gute nachhaltige Fonds finden kannst, findest du hier.

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