';

Gastbeitrag von Alexander Watson

Nachhaltige und transparente Waldbewirtschaftung für Generationen

Wie The Generation Forest mit interaktiven Webkarten von OpenForests mehr Transparenz in ihren Projekten schafft.

Die Idee der Tropenwaldinvestitionen hat ihre Geschichte in den Achtziger Jahren und klingt einfach: Bäume in tropischen Ländern pflanzen. Niedrige Landpreise und hoher Baumwuchs bringen mit Edelhölzern wie Teak hervorragende Renditen. Dieses allzu vereinfachte Versprechen ist jedoch in mehreren Fällen missbraucht worden.

Die Realität ist komplexer. Tropische Länder weisen oft ein instabiles wirtschaftliches Umfeld, Korruption, eine wenig etablierte Infrastruktur und einen Mangel an ausgebildeten Feldtechnikern auf. Zudem haben ausländische Investoren keine Kontrolle über die tatsächliche Einrichtung der Forstplantagen, da die Aufforstungsgebiete weit entfernt sind.

Auch fehlt es an betrieblicher Transparenz. Wie viele Bäume wurden gepflanzt, wo und wann? Dieser Mangel an Transparenz macht es schwierig, das Risiko-Nutzen-Profil solcher Investitionsmöglichkeiten zu bewerten.

Bild 1: Das Team von OpenForest beim Global Landscapes Forum 2018 in Bonn. Von links nach rechts: Alexander Watson, Dr. Patrick Ribeiro, Aynur Mammadova, Stefan Haas und Chaitanya Sure.

OpenForests, wurde 2011 gegründet und besteht aus einem Team von 10 Personen mit einem interdisziplinären Hintergrund: Forstwirtschaft, Fernerkundung, Softwareentwicklung bis hin zu Kommunikation. Unser Ziel ist es, mehr Transparenz im Waldfinanzsektor zu schaffen. Die Transparenz wird durch die Erfassung von geolokalisierten Projektgeschichten und Felddaten aus erster Hand mit Hilfe von mobilen Anwendungen, Drohnen und Satellitenbildern geschaffen. Die erfassten Informationen werden dann in einer zentralen Datenbank, dem Waldinformationssystem, gespeichert und in einigen Fällen über das kartenbasierte Projektpräsentationswerkzeug explorer.land von OpenForests öffentlich zugänglich gemacht.

Bild 2: Screenshots der Projektseite von The Generation Forest auf explorer.land

The Generation Forest ist ein großartiges Beispiel dafür, wie eine Genossenschaft mit geduldigen Investoren ein vielfältiges Waldökosystem in Panama finanziert hat. Um mehr Transparenz über den Fortschritt zu schaffen, liefern eigene hochauflösende Drohnenkarten und geolokalisierte Story-Posts Eindrücke aus erster Hand über die Restaurierungsaktivitäten im Wald.

Der Screenshot ist eine Vorschau auf die Webkarte von The Generation Forest, die auf explorer.land veröffentlich wurde. Die Geschichten von The Generation Forest können mithilfe unserer App mitverfolgt werden.

Empfehlen
Share
Getagged in
Gastbeitrag: Nachhaltige und transparente Waldbewirtschaftung für Generationen

Die Idee der Tropenwaldinvestitionen hat ihre Geschichte in den Achtziger Jahren und klingt einfach: Bäume in tropischen Ländern pflanzen. Niedrige Landpreise und hoher Baumwuchs bringen mit Edelhölzern wie Teak hervorragende Renditen. Dieses allzu vereinfachte Versprechen ist jedoch in mehreren Fällen missbraucht worden. Die Realität ist komplexer.

Tag 6: Globale Community

Vor ein paar Wochen habe ich Emir kennengelernt, er ist ein panamaischer Filmemacher und Fotograf mit einer starken Naturverbundenheit. Von da an arbeiteten wir gemeinsam daran, Bilder und Geschichten aus den Wäldern Panamas einzufangen und sie den Menschen zu erzählen.  Schnell fanden wir gemeinsame Interessen und Überzeugungen, vor allem in Sachen Umweltschutz und Nachhaltigkeit.

Tag 5: Pflanzen ist Handarbeit

Die erste Begegnung war auf beiden Seiten zurückhaltend, aber auch aufgeschlossen und neugierig. Ich traf eine Gruppe der Arbeiter bei ihren Aufforstungsarbeiten. Es ist Pflanzungszeit, das bedeutet, dass die Setzlinge aus der Baumschule eingetroffen sind und nun gepflanzt werden.

Tag 4: Wie wollen wir morgen leben?

Diese Frage in Bezug auf den Klimaschutz steht momentan oft im Raum. Dort steht sie wie ein Elefant im Porzellanladen, denn die Antwort benötigt ein Umdenken, neue Strukturen der Wirtschaft und eckt an vielen Punkten an. „Öko“ ist schon längst keine abfällige Bemerkung mehr, viel mehr ist es ein Lebensstil geworden, der vermeintlich Nachhaltigkeit impliziert.

Tag 3: Der Ausblick in die Zukunft

Heute habe ich unsere Forstexpertin Iliana Amién bei ihrer Arbeit in die Wälder von Colón begleitet. Die Fahrt startete abenteuerlich. Die Wege, die uns aus der Stadt führten, haben nur noch wenig mit Schotterpisten gemeinsam. Lehm, Steine, Pfützen und Schlamm bilden hügelige Pfade, die wir zurücklegten um zu der Finca Gatun 1 zu kommen.

Tag 2: Kultur trifft auf Komfortzone

Nun sind schon die ersten Tage in Panama vergangen, aber so richtig angekommen bin ich noch nicht. Es gibt so viele neue Eindrücke, die mich aus meiner Komfortzone holen und nicht loslassen. Ich habe Deutschland mit gesundem Respekt und einer kleinen Portion Skepsis gegenüber Neuem verlassen, aber dass man mir hier mit überraschend viel Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft begegnet, hätte ich so nicht erwartet.

Tag 1: Tausche Moin gegen Hola

Endlich sehe ich die Früchte unserer Arbeit, na in unserem Fall eher Bäume. Aufforsten – das ist so viel mehr als Bäume pflanzen und um die Ausmaße der Arbeit und die Bedeutung für das Land und die Menschen für mich überhaupt greifbar machen zu können, bin ich nun hier. Mittendrin.