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Frequently Asked Questions

Ich möchte die Projekte vor Ort besuchen. Kann ich das machen?

Gerne! Wir freuen uns über jeden Gast vor Ort und insbesondere über Fotos, Filme, Blogs, Interviews, die helfen, unsere Wälder näher nach Deutschland zu holen. Eine Absprache mit unserem lokalen Forstteam und der Berücksichtigung eventueller Kapazitätsbeschränkungen vorausgesetzt.

Ich möchte aktives Mitglied sein. Wie kann ich mich engagieren?

Wir freuen uns über jedes Engagement, das dazu führt, dass sich möglichst viele Menschen The Generation Forest anschließen. Ob aktive Teilhabe an unseren Social Media Kanälen, der jährlichen Generalversammlung, ein Projektbesuch vor Ort oder persönliche Weiterempfehlung. Es gibt viele Möglichkeiten, sich zu engagieren. Kontaktiere uns für weiterführende Ideen und Vorschläge!

Wie werde ich Mitglied?

Die Mitgliedschaft erfolgt durch den Erwerb eines oder mehrerer Genossenschaftsanteile. Auf unserer Seite “Anteile zeichnen” findest du das Formular für das Zeichnen von Anteilen. Am einfachsten ist es, wenn du es online ausfüllst. Du bekommst dann Post von uns mit dem Beitrittsantrag und musst ihn nur noch unterschrieben zurückschicken. Anschließend wirst du in der nächsten Vorstandssitzung als Mitglied aufgenommen.

Sowohl Privatpersonen als auch juristische Personen können Anteile erwerben. Anteile können beispielsweise auch an (Paten-/Enkel-)Kinder vererbt, verschenkt und übertragen werden.

Was kostet ein Genossenschaftsanteil?

Ein Genossenschaftsanteil (“Geschäftsanteil”) kostet 1.200€ +54€ Eintrittsgeld (Stand 2019), welches dem Wertezuwachs des bereits stehenden Waldes entspricht. Du kannst den Betrag direkt überweisen, oder ihn in monatlichen Raten von 25, 50 oder 100 Euro bezahlen, indem du ein SEPA Lastschriftmandat erteilst. Weitere Kosten und Gebühren gibt es nicht.

Kann ich meine Anteile wieder verkaufen, verschenken, vererben oder kündigen?

Ja. Du kannst die Anteile frei weiterverkaufen. Zudem bieten wir als Service die Vermittlung und Abwicklung des Verkaufs an. Alternativ kannst du Anteile kündigen. Diese werden dann von der Genossenschaft eingezogen und du erhältst das gesetzlich geregelte Auseinandersetzungsguthaben. Darüber hinaus kannst du auch Anteile verschenken oder vererben.

Der einfachste Weg ist die Vermittlung über die Genossenschaft, da wir wissen, wer Anteile kaufen möchte. Da die Genossenschaft bei der Ausgabe neuer Anteile à 1.200 Euro + Eintrittsgeld von 54€ (Stand 2019) pro Anteil erhebt, ist der Kauf über den Zweitmarkt attraktiv, sobald der angebotene Verkaufspreis ein etwas geringeres Eintrittsgeld enthält und der Käufer weiß, dass er volle Rechtssicherheit hat. Letzteres wird durch die Umschreibung der Anteile durch die Genossenschaft selbst auf den neuen Eigentümer rechtsverbindlich sichergestellt. Für die Vermittlung erhebt die Genossenschaft eine geringe Verwaltungsgebühr. Für die Umschreibung von Anteilen auf den neuen Eigentümer entstehen, wie auch bei einer Schenkung oder Vererbung von Anteilen, keine Kosten.

Du kannst Anteile grundsätzlich auch an jede Person oder Organisation direkt frei verkaufen, zu von dir frei verhandelten Konditionen. Die Genossenschaft muss in diesem Fall über den geplanten Eigentümerwechsel informiert werden, um die Mitgliederliste entsprechend zu aktualisieren. Auch muss der Vorstand wie bei jeder Ausgabe von Geschäftsanteilen der Übertragung zustimmen.

Wenn du deine Anteile verschenken möchtest ist die Übertragung von Anteilen nicht kompliziert. Du musst lediglich die Genossenschaft von der Übertragung informieren. Hierzu haben wir ein eigenes Formblatt. Kosten entstehen keine. Rechtlich verbindlich ist die Übertragung mit der Bestätigung / Zustimmung durch den Vorstand.

Werden Anteile an eine Erbengemeinschaft vererbt, muss diese bestimmen, wer die Anteile übertragen bekommen soll. Ansonsten gehen die Anteile zurück an die Genossenschaft und die Erbengemeinschaft bekommt den gesetzlichen Regeln folgend das Auseinandersetzungsguthaben ausbezahlt, welches sich nach Maßgabe des Genossenschaftsgesetzes (§73) und der Satzung der Genossenschaft (§11) berechnet und sich am Bilanzgewinn des jeweils letzten Geschäftsjahres orientiert. In der Regel liegt das Guthaben deutlich unter dem realen Wert der Anteile, da es – etwas vereinfacht dargestellt – den Bestandswert der Wälder nicht einberechnet, sondern nur die bereits durch Holzverkauf realisierten Gewinne.

Du kannst sowohl deine Mitgliedschaft als auch einzelne Anteile kündigen. Solltest du deine Mitgliedschaft kündigen, gehen die Anteile zurück an die Genossenschaft. Das ehemalige Mitglied bekommt dann ein Auseinandersetzungsguthaben. Es ist davon auszugehen, dass ein Verkauf von Anteilen auf dem Zweitmarkt einen höheren Erlös sicherstellt. Kündigst du nur einzelne Anteile, bleibt die Mitgliedschaft in der Genossenschaft erhalten, solange das Mitglied mindestens einen Geschäftsanteil hält.

Ist der Kauf eines Genossenschaftsanteils eine Kapitalanlage?

Ja. Es handelt sich um ein Sachwert-Investment. Mit dem Kauf von Genossenschaftsanteilen erwerbt ihr gemeinschaftlich Anteile an Grund und Boden sowie der Waldbestände der Genossenschaft, die uns allen gemeinsam gehört. Wir empfehlen den Kauf unserer Genossenschaftsanteile als grüne Geldanlage für alle, die eine doppelte Dividende aus ökologischer Wirkung und einem langfristigen Vermögenszuwachs oder auch Transfer von Vermögen an die nächste Generation suchen. Als Geldanlage sind unsere Genossenschaftsanteile interessant für alle, die einen Teil ihres Portfolios mit ruhiger Hand verwalten wollen anstatt täglich Börsenkurse und Wirtschaftstrends zu analysieren. Wälder sind weitgehend entkoppelt von den Turbulenzen der Kapitalmärkte. So wie es “slow food”, “slow travel” und “slow fashion” gibt, stehen wir für “slow finance”. Die Langatmigkeit schließt dabei keineswegs aus, Anteile vorzeitig zu verkaufen. Denn für den Verkauf eines Anteils muss kein Baum gefällt werden.

Mit welcher Dividende kann ich rechnen?

Eine Grafik mit den prognostizierten Dividenden findet sich auf der Seite „Wirtschaft“. Auf Grundlage unserer Finanzmodelle gehen wir von einem internen Zinsfuß von 4,5% aus. Die Zahlen sind inflationsbereinigt und basieren nicht auf steigenden Holzpreisen. Unser vom Genossenschaftsverband auch auf die Wirtschaftlichkeit geprüfte Geschäftsplan sieht eine höhere Rendite vor.

Die Dividende entsteht durch unsere Haupteinnahmequelle, den Verkauf von nativen Edelhölzern wie Mahagoni oder Rosenholz. Auch ist wahrscheinlich, dass der Boden an Wert gewinnt; allerdings planen wir, unsere Flächen dauerhaft zu halten. Ab einem späteren Zeitpunkt gibt es Dividendenzahlungen, wenn wir Holz aus unseren eigenen Wäldern verkaufen. Da wir Dauerwälder pflanzen, gibt es dann regelmäßig Ausschüttungen – theoretisch unbegrenzt auf immer.

Was bedeutet interner Zinsfuß?

Der interne Zinsfuß wird bei Investitionen oder Kapitalanlagen eingesetzt, bei denen unregelmäßige und schwankende Erträge anfallen. Der interne Zinsfuß informiert über die Rendite (theoretische) mittlere, jährliche Rendite.

Gibt es einen festen, jährlichen Wertzuwachs?

Nein, jedoch messen wir jährlich unseren Baumbestand und erhöhen den Preis der Genossenschaftsanteile entsprechend mithilfe des sogenannten Eintrittsgeldes. Bestehende Mitglieder können ihre Anteile dann mit diesem Preisaufschlag zu einem späteren Zeitpunkt an Dritte veräußern. Die Höhe des Preisaufschlags basiert auf einer jährlichen, ökonomischen Analyse des Baum- und Landbestandes von unabhängigen Dritten. Auf Grundlage dieser Analyse bestimmt die Generalversammlung die Höhe des Preisaufschlags (Eintrittsgeld).

Aufgrund der mit der Langfristigkeit verbundenen Unwägbarkeiten beabsichtigen wir, den Preisaufschlag durch das Eintrittsgeld auf die oben angegebenen 4,5% pro Jahr zu begrenzen. Wer seine Anteile langfristig hält, kann jedoch unter Umständen eine entsprechend höhere Rendite realisieren.

Welche finanziellen Risiken sind mit einer Beteiligung an The Generation Forest verbunden?

Wie bei allen unternehmerischen Beteiligungen ist auch bei einer Beteiligung an The Generation Forest ein Totalverlust möglich.

Gibt es eine Nachschusspflicht?

Eine Nachschusspflicht im Falle eines Konkurses haben wir in unserer Satzung nach § 40 rechtlich verbindlich ausgeschlossen.

Haben alle Mitglieder die gleichen Rechte?

Nein. Wir unterscheiden zwischen ordentlichen und investierenden Mitgliedern. Bis auf wenige Ausnahmen sind alle Mitglieder investive Mitglieder. Ihre Anteile sind rechtlich gleichwertig mit den Anteilen von ordentlichen Mitgliedern, haben jedoch kein Stimmrecht. Wir differenzieren zwischen stimmberechtigten und nicht-stimmberechtigten Mitgliedern, da wir sicherstellen möchten, dass die Genossenschaft auch in 50 oder 100 Jahren ihre Mission nicht verliert. Aus diesem Grund vergeben wir Anteile mit Stimmrechten nur sehr selektiv. Hierzu zählen die Gründer der Genossenschaft, allen voran die Vorstandsmitglieder sowie der Aufsichtsrat, die selbst auch alle Anteile gezeichnet haben, sowie einige wenige ausgewählte Personen, die wir gezielt aufgrund ihrer Expertise mit dazugeholt haben. Wir planen, den Kreis der mit Stimmrechten ausgestatteten (ordentlichen) Mitglieder behutsam weiterzuentwickeln.

Wie ist die Governance-Struktur der Genossenschaft. Wer entscheidet über was? Wer wird von wem gewählt?

Diese Fragen sind in unserer Satzung geregelt. Das Tagesgeschäft führt der Vorstand der Genossenschaft. Alle Fragen von größerer Reichweite bedarf der Zustimmung des Aufsichtsrates. Der Aufsichtsrat bestimmt den Vorstand, die Generalversammlung wählt den Aufsichtsrat. In unserem Falle gilt die Einschränkung, dass investive Mitglieder auf der Generalversammlung zwar Rede- aber kein Stimmrecht haben.

Wer berät die The Generation Forest in (steuer-)rechtlichen Fragen?

Wir haben die Struktur der Genossenschaft eng mit André Le Prince, dem geschäftsführenden Gesellschafter der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft WLP in Hamburg entwickelt, der sich seit Jahren für Genossenschaften als eine gelungene Rechtsform für Sozialunternehmen einsetzt. Die Buchhaltung und Jahresabschlüsse machen wir über die auf Genossenschaften spezialisierte SOLITAX GmbH. Geprüft wird die Genossenschaft durch den Prüfungsverband der Deutschen Verkehrs-, Dienstleistungs- und Konsumgenossenschaften e.V. in Hamburg.

Warum habt ihr die Genossenschaft als Rechtsform gewählt?

Eine Genossenschaft ist eine in der Praxis besonders langlebige, durch den Genossenschaftsverband solide regulierte und vor allem auch transparente Rechtsform. Eine Genossenschaft ist – anders als die meisten Vereine – ein Wirtschaftsunternehmen, das operativ tätig ist und eigene Wälder bewirtschaften und eigenes Holz verkaufen kann. Und die Genossenschaft ermöglicht uns, über die Ausgabe neuer Anteile fortlaufend neue Mitglieder aufzunehmen, ohne – wie bei einer Aktiengesellschaft – jeweils neue Kapitalerhöhungen formal im Gesellschafterkreis beschließen zu müssen.

Was macht die Genossenschaft mit den Rücklagen für künftige Jahre?

Etwa die Hälfte der Gelder wird für Rückstellungen für künftige Ausgaben benötigt, die im Genossenschaftsanteil eingepreist sind. Diese werden teils am Kapitalmarkt angelegt, teils operative zur Vergrößerung unserer Waldflächen verwendet. In den ersten 3-4 Jahren werden weniger Rücklagen gebildet, da der Fixkostenanteil hier noch höher liegt.

Wie stark beeinträchtigen Währungsrisiken das Geschäftsmodell von The Generation Forest?

In Panama ist der US Dollar gesetzliches Zahlungsmittel. Wir haben daher ein Währungsrisiko, das wir als geringer einstufen, als wenn wir mit einer seltenen lokalen Währung arbeiten würden. Unsere Einnahmen werden wir mehrheitlich auf internationalen Märkten erzielen, da wir unsere Werthölzer bevorzugt im europäischen Markt verkaufen möchten, auch in Euro.

Wie gestaltet The Generation Forest ihre operative Arbeit vor Ort?

Wir haben eine strategische Partnerschaft mit der Firma Futuro Forestal, dem ersten als B Corp zertifizierten Forstunternehmen in Panama, das das Konzept der Generationenwälder in 25 Jahren langer Arbeit entwickelt hat. Die beiden Gründer, Andreas Eke und Iliana Armien, haben wir für unseren Vorstand gewinnen können. Dies sichert uns den Zugang zu den bestgeeignetsten Flächen vor Ort sowie kurze Entscheidungswege.

Welche Flächen wollt ihr aufforsten und bis wann?

Unser Ziel ist, 1.000 Hektar Generationenwald bis zum Jahr 2022 gepflanzt und durchfinanziert zu haben. Dies entspricht 20.000 Genossenschaftsanteilen. Derzeit besitzen wir 173 Hektar Land, von denen 25 Hektar bereits bepflanzt sind und 25 weitere Hektar im Juni 2019 diesen Jahres bepflanzt werden. Wir suchen gezielt nach Flächen, die vor etlichen Jahrzehnten für die Rinderzucht abgeholzt wurden und die aufgrund der Landflucht Gefahr laufen zu verkommen. Vielfach sind diese Flächen für die Viehwirtschaft nicht mehr tragfähig, für native Werthölzer jedoch gut geeignet. In Einzelfällen übernehmen wir auch bestehende Plantagen, die wir in eine langfristig nachhaltige Form überführen, indem wir native Werthölzer in der zweiten und dritten Generation nachpflanzen, bevor die Plantagenhölzer geerntet und verkauft werden.

Was versteht ihr unter eurem Leitbild des Generationenwaldes?

Hierunter verstehen wir von Menschenhand geschaffene, forstwirtschaftlich genutzte tropische Mischwälder, in denen Bäume mehrerer Altersstufen (“Generationen”) ko-existieren, sodass bei der Holzernte bereits die nächste Generation von Bäumen nachgezogen ist. So entsteht ein tropischer Dauerwald, der Boden, Wasserhaushalt und Artenvielfalt regeneriert. Dadurch, dass wir unterschiedlich schnell wachsende Baumarten mischen, ist der Erntezeitpunkt der einzelnen Baumreihen unterschiedlich, was die Generationenvielfalt weiter erhöht. Der Generationenwald ähnelt in vielerlei Hinsicht einem Naturwald. Er ist mehrheitlich oder ganz mit nativen Arten bestückt und übernimmt die gleichen ökologischen Funktionen (Lebensraum für Tiere und Pflanzen, Wasserspeicher, Humusbildung etc), unterscheidet sich aber darin, dass wir – in Abgrenzung zu Naturwäldern – eine drastisch höhere Dichte von Werthölzern pflanzen und den Wald forstwirtschaftlich pflegen. So steht auf einem Hektar Generationenwald – je nach Stand der Durchforstung – zwischen 150 und 1100 Edelhölzer. In einem Naturwald ist oftmals nur ein oder zwei Bäume pro Hektar, die als marktfähiges Edelholz einzustufen sind.

Was kostet ein Hektar Generationenwald?

Ein Hektar neu geschaffener Dauerwald kostet über den gesamten Zeitraum, bis er sich finanziell selbst trägt und Gewinne erwirtschaftet, circa 24.000€. Die Angaben beruhen auf der langjährigen Erfahrung unseres Forstpartners vor Ort sowie einem im Rahmen eines wissenschaftlichen Projekts mit der Universität Wageningen ausgearbeiteten 100-Jahres-Businessplans. Die Zahlen sind Näherungswerte, welche die im Forstbereich signifikanten Skaleneffekte (nach oben wie nach unten) ausklammern.

Gibt es einen Markt für seltene tropische Hölzer wie Rosenholz (Cocobolo), amerikanisches Mahagoni (Caoba) oder Goldzeder (Amarillo)?

Es handelt sich um Nichenmärkte. Wir kennen weltweit keinen Anbieter, der zum Beispiel das langsam wachsende, sehr wertvolle Rosenholz selbst kultiviert. Die Hölzer werden bislang nahezu ausschließlich aus Naturwaldbewirtschaftung gewonnen, die den Bestand langfristig gefährden. Wir gehen in unserer Finanzplanung davon aus, dass native Arten ähnliche Preise erzielen werden wie andere, häufig gehandelte Arten, wie Teak. Auch glauben wir, dass die Rückverfolgbarkeit der Hölzer, die wir bieten, künftig immer wichtiger werden wird, was sich im Preis mittelfristig niederschlägt.

Stehen unsere Wälder in Konkurrenz zu Nahrungsmittelproduktion?

Nein. Wir pflanzen Wälder dort, wo die Viehwirtschaft in aller Regel ökonomisch nicht mehr oder auf absehbare Zeit nicht mehr tragfähig ist. Viele Weideflächen werden frei, weil sie sich ökonomisch nicht mehr rechnen. Es gibt daher in Panama (und in den Tropen grundsätzlich) sehr große Flächen mittlerer Bodenqualität, die für Agrarwirtschaft gar nicht und für die Viehwirtschaft kaum noch geeignet sind, auf denen jedoch heimische Baumarten gut wachsen.

Ist der Kauf von Land in Panama durch eine deutsche Genossenschaft nicht “land grabbing”?

Nein. Wir kaufen keine Flächen, die lokale Gemeinden aktiv nutzen oder an denen – wie in den indigenen Schutzgebieten – traditionelle Gewohnheitsrechte bestehen. Wir kaufen vorrangig Flächen, die vor mehreren Jahrzehnten für die Rinderzucht gerodet wurden, aber aufgrund der sinkenden Tragfähigkeit der Böden Gefahr laufen, mittelfristig zu verkommen. Es handelt sich in aller Regel um Flächen, die verkauft werden, weil die Besitzer sie nicht mehr ökonomisch bewirtschaften können (und viele der Landarbeiter längst in die Stadt gezogen sind, wo aufgrund des hohen Wirtschaftswachstums Jobs nachgefragt werden). In Einzelfällen kaufen wir auch bestehende mit Hölzern bestückte Plantagen, die wir in einen Generationenwald transformieren.

Ich möchte mein Leben CO2-neutral stellen. Wieviele Anteile brauche ich hierfür?

Das hängt von deinem persönlichen Lebensstil ab. Wenn du bereits sehr ökologisch lebst, dürfte ein halber Hektar Wald ausreichen. Dies entspricht 10 Genossenschaftsanteilen. Der Wald auf dieser Fläche bindet 7 Tonnen pro Jahr CO2. Und dies jedes Jahr neu. Wer weniger klimabewusst lebt, dürfte mit einem Hektar Wald auf der sicheren Seite liegen. Dies entspricht 20 Genossenschaftsanteilen und 14 Tonnen CO2, die jährlich neu gebunden werden. Der Durchschnitt liegt derzeit bei knapp unter 10 Tonnen CO2 Ausstoß pro Person in Deutschland.

Wie kann ich als Unternehmen eine Mitgliedschaft für mich nutzen?

Wir möchten gezielt Unternehmen als Partner gewinnen und bieten hierfür vielfältige Möglichkeiten, die Mitgliedschaft als Corporate Social Responsibility Projekt zu gestalten. So können Flächen von Betriebsstätten, Büros oder Grundflächen der verkauften Produkte als Generationenwald “gespiegelt” werden. Ein Anteil entspricht 500m2 Fläche. Auch bieten sich vielfältige Möglichkeiten der CO2 Kompensation. Nicht über eine Spende an ein CO2-Offset Programm, sondern in Form eines Investments in tropische Dauerwälder, die jährlich 14 Tonnen CO2 pro Hektar binden.