Menü

Allgemeine Fragen

Fragen und Antworten zu allgemeinen Themen rund um die Genossenschaft


Ich möchte mein Leben CO2-neutral stellen. Wie viele Anteile brauche ich hierfür? 

Das hängt von deinem persönlichen Lebensstil ab. Wenn du bereits sehr ökologisch lebst, dürfte ein halber Hektar Wald ausreichen. Dies entspricht 10 Genossenschaftsanteilen. Der Wald auf dieser Fläche bindet 7 Tonnen pro Jahr CO2. Und dies jedes Jahr neu. Wer weniger klimabewusst lebt, dürfte mit einem Hektar Wald auf der sicheren Seite liegen. Dies entspricht 20 Genossenschaftsanteilen und 14 Tonnen CO2, die jährlich neu gebunden werden. Der Durchschnitt liegt derzeit bei knapp unter 10 Tonnen CO2 Ausstoß pro Person in Deutschland. 


Ist der Kauf von Land in Panama durch eine deutsche Genossenschaft nicht „landgrabbing“? 

Nein. Wir kaufen keine Flächen, die lokale Gemeinden aktiv nutzen oder an denen – wie in den indigenen Schutzgebieten – traditionelle Gewohnheitsrechte bestehen. Wir kaufen vorrangig Flächen, die vor mehreren Jahrzehnten für die Rinderzucht gerodet wurden, aber aufgrund der sinkenden Tragfähigkeit der Böden Gefahr laufen, mittelfristig zu verkommen. Es handelt sich in aller Regel um Flächen, die verkauft werden, weil die Besitzer sie nicht mehr ökonomisch bewirtschaften können (und viele der Landarbeiter längst in die Stadt gezogen sind, wo aufgrund des hohen Wirtschaftswachstums Jobs nachgefragt werden). In Einzelfällen kaufen wir auch bestehende mit Hölzern bestückte Plantagen, die wir in einen Generationenwald transformieren. 


Stehen unsere Wälder in Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion?  

Nein. Wir pflanzen Wälder dort, wo die Viehwirtschaft in aller Regel ökonomisch nicht mehr oder auf absehbare Zeit nicht mehr tragfähig ist. Viele Weideflächen werden frei, weil sie sich ökonomisch nicht mehr rechnen. Es gibt daher in Panama (und in den Tropen grundsätzlich) sehr große Flächen mittlerer Bodenqualität, die für Agrarwirtschaft gar nicht und für die Viehwirtschaft kaum noch geeignet sind, auf denen jedoch heimische Baumarten gut wachsen. 


Wie kann ich als Unternehmen eine Mitgliedschaft für mich nutzen?  

Wir möchten gezielt auch Unternehmen als Partner für die Wiederaufforstung gewinnen und bieten hierfür vielfältige Möglichkeiten. Z. B. die Mitgliedschaft im Social Climate Club oder durch auf das Unternehmen angepasste Corporate Social Responsibility Projekte. So können z. B. Flächen von Betriebsstätten, Büros oder Produkten in aufgeforsteter Waldfläche “gespiegelt” werden.
Auch bieten sich vielfältige Möglichkeiten der CO2-Kompensation. Nicht über eine Spende an ein CO2-Offset Programm, sondern in Form eines Investments in tropische Dauerwälder, die jährlich 14 Tonnen CO2 pro Hektar binden. Für weitere Infos kannst du dich gerne jederzeit bei uns melden.  


Gibt es Kritik an The Generation Forest?

Bereits in der Entstehung der Genossenschaft war es für uns ein zentrales Anliegen, kritische Anregungen anzunehmen und in unsere Arbeit einfließen zu lassen. Wir haben unter anderem sehr früh den Austausch mit Organisationen wie den Verbraucherschutz gesucht, damit wir uns, unsere Arbeit und unser Produkte so transparent wie möglich darstellen und Unsicherheiten abbauen können. Nach wie vor gilt: Nobody is perfect! Und so wollen wir uns stetig weiter verbessern, offene Fragen klären und jeglicher Kritik mit größtmöglicher Offenheit und Transparenz begegnen.

Naturwälder oder naturnahe Wälder

Auf unserem Weg der Entstehung und Entwicklung der Genossenschaft haben wir immer Wert daraufgelegt, dass unser Konzept des Generationenwaldes auch seitens vertrauenswürdiger Organisationen wie dem Smithsonian Tropical Research Institute oder dem UN-REDD Programm Unterstützung findet. So besagt auch die Meinung des UN-REDD Programms zu unserem Konzept, dass unsere Wälder als Lebensraum und Artenschutz von globaler Bedeutung sind und die CO2-Speicherung die eines Primärwaldes vergleichbar ist – diese sogar übersteigen kann. Der Vergleich mit einem ‚echten‘ Primärwald ist daher sogar sehr positiv für unsere Wälder.

Beseitigung von Gräsern

In unseren Wäldern kommt momentan noch ein sehr geringer Einsatz von Glyphosat vor. Im Gegensatz zur Landwirtschaft setzen wir das Mittel aber nur sehr geringfügig und nur in den ersten zwei Jahren ein, danach nie wieder. Der Grund sind übrigens exotische invasive Supergräser, welche für die Viehwirtschaft genutzt wurden und dem Wachstum des Waldes entgegenstehen. Nach zwei Jahren hat das Gras dann keine natürliche Chance mehr, im Schatten der Bäume weiter zu wachsen. Bei der Verwendung des Mittels legen wir zudem größten Wert auf den Schutz der Mitarbeiter. Bei der verwendeten Menge bleiben wir weit unter den Höchstmengen, welche der FSC (Forest Stewardship Council) erlaubt. Ungeachtet dessen arbeiten wir daran, den Einsatz von Glyphosat mittelfristig ganz einzustellen.

Langfristige Arbeitsmöglichkeiten

Wir versuchen mit allen Mitarbeitern so lange wie möglich zusammenzuarbeiten. Viele unserer Mitarbeiter besitzen langfristige Arbeitsverträge, dort wo es Sinn macht und ganzjährig Arbeit gibt. Da wir aber ähnlich wie die Erntezeit in der Landwirtschaft eine sehr arbeitsintensive Zeit haben, nämlich die Aufforstungs- und Pflanzungszeit, benötigen wir saisonal bedingt mehr Mitarbeiter. Wir versuchen langfristig mit allen Mitarbeitern jedes Jahr erneut die Aufforstungszeit zu gestalten, das gilt auch für saisonal Beschäftigte. Hierbei handelt es sich häufig um Wanderarbeiter, die in den anderen Zeiten anderen Beschäftigungen nachgehen.

Zusätzliche Leistungen für unsere Forstarbeiter

Als Sozialunternehmen wollen wir allen Mitarbeitern Arbeit unter fairen sozialen Bedingungen geben. Dazu gehören eine faire Bezahlung ebenso wie eine soziale Absicherung und Krankenversicherung. Wir unterstützen zudem unsere Mitarbeiter bei der Alphabetisierung und versuchen auch den Familien Zugang zu Bildung zu erleichtern. All dies ist selbstverständlicher Teil unserer Arbeit und unserer Auffassung einer sozial gerechten Welt.

Transparenz

Wir haben uns zu vollkommener Transparenz verpflichtet und glauben, dass nur eine auf Ehrlichkeit ruhende Kommunikation echtes Vertrauen aufbauen kann. Daher weisen wir sowohl auf unserer Website als auch in unserer Informationsbroschüre offen auf die Möglichkeit eines Totalverlusts hin. Allerdings nutzen wir viele Mechanismen, um das Risiko so minimal zu halten wie möglich. Dazu gehören unter anderem die dauerhafte Pflege zum Schutz vor Schädlingsbefall sowie die Einrichtung von Brandschneisen. Die Wälder stehen zudem unter ständiger Beobachtung und werden so vor illegaler Abholzung geschützt. Und durch die Standortwahl Panama arbeiten wir einem Land, mit dem ein Investitionsschutzabkommen besteht.

Holzpreise

Wir haben uns der Kritik der Holzpreise angenommen und aus diesem Grund bewusst auf eine zu erwartende Preissteigerung verzichtet, im Gegensatz zu vielen Wettbewerbern. Unsere Annahme basiert daher lediglich auf einem sehr konservativen Holzpreis und verzichtet auf spekulative Steigerungsannahmen. In Bezug auf die Holzqualität beruht unsere Arbeit auf der extensiven Erfahrung unseres Forstpartners Futuro Forestal vor Ort. Futuro Forestal pflanzt, pflegt und schützt Bäume und wertvolle Edelhölzer seit über 25 Jahren mit großem Erfolg. Unsere Finanzierung der Aufforstung durch die Mitglieder beinhaltet eine langfristige Pflege und Aufmerksamkeit, um jene Qualität gewährleisten zu können, und das dauerhaft.

Mangelnder Klimaschutz bei Plantagen

Mangelnder Klimaschutz und fehlende Nachhaltigkeit in Bezug auf Wälder gilt ausschließlich für Plantagen und Monokulturen. Wir pflanzen nur naturnahe Wälder, welche als komplette Ökosysteme dem Naturwald in sehr wenig nachstehen. Unsere naturnahmen Mischwälder sind für immer uns werden eben nicht vollflächig gefällt, wie es bei Plantagen der Fall ist.

Investition und Laufzeit

In unserer Genossenschaft ist ein frühzeitiger Ausstieg jederzeit möglich, auch ohne Verlust. Und das trotz langer Laufzeiten. Im Übrigen ist die lange Laufzeit dem Wachstum der Bäume geschuldet, und der Tatsache, dass unser Konzept eben nachhaltig ist und gleichwohl Ertrag und Umweltschutz vereint. Eine ‚schnelle‘ Alternative wäre lediglich die Plantage, sie würde zwar schnellere Gewinne erreichen, wäre aber nicht nachhaltig, sondern ökologisch verheerend.

Kontrolle über die Wälder

Unsere Gebiete können jederzeit besucht werden, alle Verträge und Urkunden können eingesehen werden. Zudem lassen wir unsere Projekte regelmäßig von unabhängigen Prüfern kontrollieren und begutachten. Zusätzlich haben wir über Explorer Land eine Möglichkeit geschaffen, jederzeit die Fläche auch aus der Ferne sichtbar zu machen. Vor Ort haben die vielen Mitarbeiter ein schützendes Auge auf unsere Wälder.


Du möchtest mehr erfahren?

Informiere dich mit unserer kostenlosen Broschüre über unsere Genossenschaft, unsere Ziele und unsere Arbeit vor Ort. Unsere Aufforstungen mit dem Generationenwald bringen viele Vorteile mit sich.

Jeder Anteil entspricht 500m² Generationenwald und ...

  • kompensiert 0,7 Tonnen CO2 pro Jahr
  • schützt 500m² neuen Lebensraum für Tiere
  • schafft langfristige Arbeitsplätze durch nachhaltige Bewirtschaftung
  • erwirtschaftet eine langfristige, grüne Rendite
  • ist erhältlich ab 1308€ - Raten ab 25€ / Monat möglich
The Generation Forest Broschüre
Broschüre bestellen