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Allgemeine Fragen

Fragen und Antworten zu allgemeinen Themen rund um die Genossenschaft


Was verbirgt sich hinter dem Eintrittsgeld? 

Das Eintrittsgeld wird einmalig beim Kauf eines Anteiles angewandt und reflektiert den wachsenen Wert des Waldes.

Der Preisaufschlag gilt ausschließlich für neu ausgegebene Anteile und wird jedes Jahr von der Generalversammlung den ordentlichen Mitgliedern diskutiert und festgelegt.
Wichtig und fair, denn künftige Erträge werden unter allen Mitgliedern gleich ausgeschüttet, egal, wann sie eingestiegen sind. Das Eintrittsgeld ist einmalig beim Beitritt oder Aufstocken pro Anteil fällig.

In 2020 beträgt das Eintrittsgeld pro Anteil 108€. 


Gibt es eine Nachschusspflicht? 

Eine Nachschusspflicht im Falle eines Konkurses haben wir in unserer Satzung nach § 40 rechtlich verbindlich ausgeschlossen. Somit können die Mitglieder im Falle einer Insolvenz der Genossenschaft nicht belangt werden. 


Welche finanziellen Risiken können entstehen?  

Wie bei allen unternehmerischen Beteiligungen ist auch bei einer Beteiligung an The Generation Forest ein Totalverlust möglich. 


Gibt es einen festen, jährlichen Wertzuwachs?  

Nein, jedoch messen wir jährlich unseren Baumbestand und erhöhen den Preis der Genossenschaftsanteile entsprechend mithilfe des sogenannten Eintrittsgeldes. Bestehende Mitglieder können ihre Anteile dann mit diesem Preisaufschlag zu einem späteren Zeitpunkt an Dritte veräußern. Die Höhe des Preisaufschlags basiert auf einer jährlichen, ökonomischen Analyse des Baum- und Landbestandes von unabhängigen Dritten. Auf Grundlage dieser Analyse bestimmt die Generalversammlung die Höhe des Preisaufschlags (Eintrittsgeld). 

Aufgrund der mit der Langfristigkeit verbundenen Unwägbarkeiten beabsichtigen wir, den Preisaufschlag durch das Eintrittsgeld auf die oben angegebenen 4,5% pro Jahr zu begrenzen. Wer seine Anteile langfristig hält, kann jedoch unter Umständen eine entsprechend höhere Rendite realisieren. 


Was bedeutet interner Zinsfuß?  

Der interne Zinsfuß wird bei Investitionen oder Kapitalanlagen eingesetzt, bei denen unregelmäßige und schwankende Erträge anfallen. Der interne Zinsfuß informiert über die (theoretische) mittlere, jährliche Rendite. 

Mit dem internen Zinsfuß ist der Wertzuwachs unseres Waldes gemeint, der automatisch durch natürliches Wachstum jährlich an Wert „gewinnt“. Dies bedeutet aber nicht, dass wir einen jährlichen Gewinn erzielen, sondern rechtfertigt lediglich unser einmaliges Eintrittsgeld pro Anteil von 4,5 %, das von Jahr zu Jahr steigt. Sobald wir Erträge aus unseren Entnahme ab Jahr 20 (von heute an) erzielen, werden diese auch ausgezahlt. In der Generalversammlung wird dann entschieden in welcher Art und Weise diese Auszahlung stattfindet.  


Mit welcher Dividende kann ich rechnen?  

Eine Grafik mit den prognostizierten Dividenden findet sich auf der Seite „Grünes Geld“. Auf Grundlage unserer Finanzmodelle gehen wir von einem internen Zinsfuß von 4,5% aus. Die Zahlen sind inflationsbereinigt und basieren nicht auf steigenden Holzpreisen. Unser vom Genossenschaftsverband auch auf die Wirtschaftlichkeit geprüfte Geschäftsplan sieht eine höhere Rendite vor. 

Die Dividende entsteht durch unsere Haupteinnahmequelle, den Verkauf von nativen Edelhölzern wie Mahagoni oder Rosenholz. Auch ist wahrscheinlich, dass der Boden an Wert gewinnt; allerdings planen wir, unsere Flächen dauerhaft zu halten. Ab einem späteren Zeitpunkt gibt es Dividendenzahlungen, wenn wir Holz aus unseren eigenen Wäldern verkaufen. Da wir Dauerwälder pflanzen, gibt es dann regelmäßig Ausschüttungen – theoretisch unbegrenzt auf immer. 


Ist der Kauf eines Genossenschaftsanteils eine Kapitalanlage?  

Ja. Es handelt sich um ein Sachwert-Investment. Mit dem Kauf von Genossenschaftsanteilen erwerbt ihr gemeinschaftlich Anteile an Grund und Boden sowie der Waldbestände der Genossenschaft, die uns allen gemeinsam gehört. Wir empfehlen den Kauf unserer Genossenschaftsanteile als grüne Geldanlage für alle, die eine doppelte Dividende aus ökologischer Wirkung und einem langfristigen Vermögenszuwachs oder auch Transfer von Vermögen an die nächste Generation suchen. Als Geldanlage sind unsere Genossenschaftsanteile interessant für alle, die einen Teil ihres Portfolios mit ruhiger Hand verwalten wollen anstatt täglich Börsenkurse und Wirtschaftstrends zu analysieren. Wälder sind weitgehend entkoppelt von den Turbulenzen der Kapitalmärkte. So wie es “slow food”, “slow travel” und “slow fashion” gibt, stehen wir für “slow finance”. Die Langatmigkeit schließt dabei keineswegs aus, Anteile vorzeitig zu verkaufen. Denn für den Verkauf eines Anteils muss kein Baum gefällt werden. 


Kann ich meine Anteile wieder verkaufen, verschenken, vererben oder kündigen?  

Ja. Du kannst die Anteile frei weiterverkaufen. Zudem bieten wir als Service die Vermittlung und Abwicklung des Verkaufs an. Alternativ kannst du Anteile kündigen. Diese werden dann von der Genossenschaft eingezogen und du erhältst das gesetzlich geregelte Auseinandersetzungsguthaben. Darüber hinaus kannst du auch Anteile verschenken oder vererben. 

Der einfachste Weg ist die Vermittlung über die Genossenschaft, da wir wissen, wer Anteile kaufen möchte. Da die Genossenschaft bei der Ausgabe neuer Anteile à 1.200 Euro + Eintrittsgeld von 108€ (Stand 2020) pro Anteil erhebt, ist der Kauf über den Zweitmarkt attraktiv, sobald der angebotene Verkaufspreis ein etwas geringeres Eintrittsgeld enthält und der Käufer weiß, dass er volle Rechtssicherheit hat. Letzteres wird durch die Umschreibung der Anteile durch die Genossenschaft selbst auf den neuen Eigentümer rechtsverbindlich sichergestellt. Für die Vermittlung erhebt die Genossenschaft eine geringe Verwaltungsgebühr. Für die Umschreibung von Anteilen auf den neuen Eigentümer entstehen, wie auch bei einer Schenkung oder Vererbung von Anteilen, keine Kosten. 

Du kannst Anteile grundsätzlich auch an jede Person oder Organisation direkt frei verkaufen, zu von dir frei verhandelten Konditionen. Die Genossenschaft muss in diesem Fall über den geplanten Eigentümerwechsel informiert werden, um die Mitgliederliste entsprechend zu aktualisieren. Auch muss der Vorstand wie bei jeder Ausgabe von Geschäftsanteilen der Übertragung zustimmen. 

Wenn du deine Anteile verschenken möchtest ist die Übertragung von Anteilen nicht kompliziert. Du musst lediglich die Genossenschaft von der Übertragung informieren. Hierzu haben wir ein eigenes Formblatt. Kosten entstehen keine. Rechtlich verbindlich ist die Übertragung mit der Bestätigung / Zustimmung durch den Vorstand. 

Werden Anteile an eine Erbengemeinschaft vererbt, muss diese bestimmen, wer die Anteile übertragen bekommen soll. Ansonsten gehen die Anteile zurück an die Genossenschaft und die Erbengemeinschaft bekommt den gesetzlichen Regeln folgend das Auseinandersetzungsguthaben ausbezahlt, welches sich nach Maßgabe des Genossenschaftsgesetzes (§73) und der Satzung der Genossenschaft (§11) berechnet und sich am Bilanzgewinn des jeweils letzten Geschäftsjahres orientiert. In der Regel liegt das Guthaben deutlich unter dem realen Wert der Anteile, da es – etwas vereinfacht dargestellt – den Bestandswert der Wälder nicht einberechnet, sondern nur die bereits durch Holzverkauf realisierten Gewinne. 

Du kannst sowohl deine Mitgliedschaft als auch einzelne Anteile kündigen. Solltest du deine Mitgliedschaft kündigen, gehen die Anteile zurück an die Genossenschaft. Das ehemalige Mitglied bekommt dann ein Auseinandersetzungsguthaben. Es ist davon auszugehen, dass ein Verkauf von Anteilen auf dem Zweitmarkt einen höheren Erlös sicherstellt. Kündigst du nur einzelne Anteile, bleibt die Mitgliedschaft in der Genossenschaft erhalten, solange das Mitglied mindestens einen Geschäftsanteil hält. 


Gibt es einen Markt für seltene tropische Hölzer wie Rosenholz (Cocobolo), amerikanisches Mahagoni (Caoba) oder Goldzeder (Amarillo)?  

Es handelt sich um Nischenmärkte. Wir kennen weltweit keinen Anbieter, der zum Beispiel das langsam wachsende, sehr wertvolle Rosenholz selbst kultiviert. Die Hölzer werden bislang nahezu ausschließlich aus Naturwaldbewirtschaftung gewonnen, die den Bestand langfristig gefährden. Wir gehen in unserer Finanzplanung davon aus, dass native Arten ähnliche Preise erzielen werden wie andere, häufig gehandelte Arten, wie Teak. Auch glauben wir, dass die Rückverfolgbarkeit der Hölzer, die wir bieten, künftig immer wichtiger werden wird, was sich im Preis mittelfristig niederschlägt. 


Welche Faktoren bergen ein Risiko bei der Aufforstung?  

  1. Ökologische Risiken

Schädlingsbefall

Die Gefahr durch Schädlingsbefall kann teilweise beherrscht werden. Der Schlüssel ist hier der Artenreichtum. Da in den Wiederaufforstungen eine Unterholzschicht zugelassen wird, steigt die Artenvielfalt und natürliche Kontrollmechanismen können greifen, wenn bspw. Vögel Insekten als Nahrungsquelle nutzen. Gleichzeitig werden die Schäden durch spezialisierte Schädlinge durch das Pflanzen von Mischwäldern minimiert. Ein vollständiger Schutz vor tierischem Befall ist nicht möglich. 

Stürme

Die Gefahr durch Sturmschäden kann nicht beherrscht werden. Zwar ist es möglich, durch geeignete Bodenselektion starkwindgefährdete Lagen zu vermeiden, aber die Winde selbst werden auftreten. Die Einflüsse der globalen Erwärmung können dazu führen, dass die Sturmstärke zunimmt. Auch das Wandern von Wetterlagezonen ist möglich. Durch die Verwendung von einheimischen Baumarten wird das Risiko durch Stürme gemindert. Die Versicherung wird das wirtschaftliche Risiko für die Genossenschaft weiter verringern. 

Erdrutsche

Das Risiko von Erdrutschen kann durch geeigneten  Landkauf und waldbauliche Techniken teilweise beherrscht werden. Das Risiko durch Erdbeben kann weltweit nirgends kontrolliert werden. 

Feuer

Die Gefahr von Feuer kann teilweise beherrscht werden. Es ist zwar nicht möglich, das Ausbrechen eines Feuers insbesondere durch natürliche Ursachen vollständig zu verhindern, aber geeignete Management-Maßnahmen führen dazu, die wirtschaftlichen Auswirkungen zu verringern. Diese wirtschaftlichen Auswirkungen werden durch eine Versicherung weiter minimiert. 

Überflutungen

Die Risiken durch dauerhafte Überflutungen können teilweise durch Bodenselektion ausgeschlossen und beherrscht werden. Sturzregen kann dennoch zu Überflutungen führen. 

  1. Wirtschaftliche und Finanzpolitische Risiken

Währungsschwankungen

Die Folgen von Währungsschwankungen sind teilweise beherrschbar, indem Liquiditätsreserven im Dollarraum in der Fremdwährung Dollar gehalten oder angelegt werden. Eine Prognose der Wechselkursschwankungen über den Planungszeitraum ist 
jedoch nicht möglich. 

Holzpreisschwankungen

Die Folgen eines schwankenden Holzpreises sind teilweise beherrschbar. Das breit gefächerte Angebot verschiedener Holzarten sowie die positiven Lagerungskosten von Bäumen können das Risiko mindern. Langanhaltende Trends können jedoch erhebliche Auswirkungen auf das Geschäft haben. 

Veränderung der Nachfrage

Das Risiko von verändernden Markttrends ist teilweise beherrschbar. Zwar können Markttrends nur schwer beeinflusst werden, die Strategie der Genossenschaft Mischwälder zu pflanzen ermöglicht aber das Bedienen unterschiedlicher Trends. 

Zinsschwankungen

Einschätzung der Genossenschaft: Das Risiko von Zinsänderungen kann teilweise beherrscht werden. Zwar können Risiken durch Veränderungen im positiven Zinsbereich gemindert werden, indem keine Zinsen eingeplant wurden und eine positive Veränderung vorteilhaft für die Genossenschaft ist, aber Risiken von Negativzinsen sind nicht einkalkuliert worden. 

  1. Rechtliche und Politische Risiken

Enteignung

Enteignungen durch die panamaische Regierung sind bislang noch nicht geschehen und die Wiederaufforstungen werden in Regionen stattfinden, die ein niedriges politisches Risiko vorweisen. Gleichzeitig arbeitet der strategische Partner der eG, Futuro Forestal, eng und konstruktiv mit einheimischen Gemeinden, die nahe den Waldflächen leben, zusammen. Zudem erlangte Panama Investmentstatus bei verschiedenen Ratingagenturen was politische Stabilität voraussetzt. Dennoch sind politische Risiken nur teilweise beherrschbar. 

Rechtliche und Politische Veränderungen

Die Risiken, die aus dem Umgang mit rechtlichen und politischen Veränderungen entstehen, können teilweise beherrscht werden. Zwar werden stets die Geschäfte nach bestem Wissen und Gewissen geführt werden, aber Veränderungen in den Projektländern, die spontan und schnell auftreten, können möglicherweise erst zu spät erkannt werden. Gleichzeitig könnte zukünftiges Schlüsselpersonal der Genossenschaft nicht die notwendige Sorgfalt walten lassen. 

Korruption

Die Risiken, die aufgrund von Korruption entstehen, können teilweise beherrscht werden. Die Genossenschaft duldet keine Korruption. Auch die Dienstleister und Partner der eG werden diesen Grundsatz erfüllen müssen. Es können jedoch Risiken auftreten, wenn Konkurrenzunternehmen, bspw. beim Landkauf, sich durch Korruption Vorteile gegenüber der eG verschaffen. 


Du möchtest mehr erfahren?

Informiere dich mit unserer kostenlosen Broschüre über unsere Genossenschaft, unsere Ziele und unsere Arbeit vor Ort. Unsere Aufforstungen mit dem Generationenwald bringen viele Vorteile mit sich.

Jeder Anteil entspricht 500m² Generationenwald und ...

  • kompensiert 0,7 Tonnen CO2 pro Jahr
  • schützt 500m² neuen Lebensraum für Tiere
  • schafft langfristige Arbeitsplätze durch nachhaltige Bewirtschaftung
  • erwirtschaftet eine langfristige, grüne Rendite
  • ist erhältlich ab 1308€ - Raten ab 25€ / Monat möglich
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